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Semlor

skandinavische Backspeise vor der Fastenzeit

Semla (Mehrzahl: semlor) ist in Schweden zur Fastenzeit ein traditionelles Gebäck mit Füllung, das in einem tiefen Teller mit heißer Milch serviert wird.
Die "Semla" hat ihren Ursprung in der Deutschen Semmel. Sie wird schon immer aus feinem weißen Weizenmehl hergestellt und war daher früher ein Statussymbol, da sich die einfache Bevölkerung dieses Mehl meistens nicht leisten konnte.

Die Semlor, auch "fastlagsbullar" genannt, haben ihren Ursprung in der 40-tägigen Fastenzeit, denn es galt, sich vor der eigentlichen Fastenzeit noch ordentlich Fett anzulegen bzw. anzuessen. Ursprünglich wurden sie am "fastlags-sonntag", "bulla-montag" und "fettis-dienstag", den drei Tagen vor dem Aschermittwoch, verzehrt. Heute ist es kein Problem, die Semlor schon ab der Weihnachtszeit zu genießen. Bedenken Sie aber bitte, daß die Semla an ihrer Eigenschaft, dem Verzehrer ein Polster anzulegen, über die Jahre hinweg nicht verloren hat.

Das jetztige Aussehen der Semla mit den aktuellen Zutaten besteht seit etwa 100 Jahren, wobei die Semla schon im Mittelalter in wohlhabenden Häusern verspeist wurde.




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