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Lucia

nordische Tradition in der dunklen Jahreszeit.


Foto: Claudia Gründer
Die schwedische Vorweihnachtszeit hat am 13. Dezember ihren Höhepunkt. An diesem Tag wird in ganz Schweden Lucia gefeiert. Zuvor wurden in Schulen, Gemeinden und Tageszeitungen junge Mädchen ausgewählt, die als Lichterbraut die vielen Luciazüge des 13. Dezember anführen. Gefolgt wird sie dabei von "Tärnor" (die Brautjungfern) und den "Stjärngossar" (die Sternenjungen), deren Ursprung den Heiligen Drei Königen zuzuordnen ist. Gemeinsam bilden sie den Luciachor.

Mit Sonnenaufgang am 13. Dezember begann das Weihnachtsfasten. Daher war es Brauch, in den frühen Morgenstunden zuvor noch ordentlich zu essen und zu trinken. Heute finden wir diesen Brauch in den traditionellen "Lussekatter" (Lucia-Brötchen) wieder. Ein Rezept haben wir Ihnen unten aufgeführt.

Lucia wird am 13. Dezember gefeiert. Im julianischem Kalender, der in Schweden und Finland bis 1753 gültig war, war die Lucianacht die längste Nacht. Diese Nacht, die Wintersonnenwende, ist das Gegenstück zur skandinavischen Midsommer-Feier. Mit der Einführung des gregorianischen Kalenders nach 1753 wurde der Winteranfangs von damals dem 13. Dezember auf den 21. Dezember verschoben.

In der dunkelsten Zeit war man im vorchristlichen Skandinavien der Ansicht, dass zahlreiche übernatürlichen Mächte unterwegs sind, so dass es vernünftig war, in dieser Nacht nicht zu schlafen und lieber wach zu bleiben. In dieser dunklen Zeit wurden die Mächte des Lichtes beschworen, dieses wieder zurückzubringen. Es gibt in den heidnischen Traditionen zahlreiche Berichte über Göttinen in der Form einer hell erleuchteten Frauengestalt. Der Name Lucia stammt aus dem Lateinischen und ist eine Abwandlung von"Licht". Sie hat mit der christlichen Heiligen Lucia ansonsten nichts gemeinsam.




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